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Podiumsdiskussion "Moderne Sklaverei" in NürnbergEs handelt sich um ein ganz furchtbares Thema: Menschenhandel im 21. Jahrhundert. Auch in Deutschland. Auch in Nürnberg. Vorletzte Woche ging es zusammen mit Expertinnen und meiner Kollegin Eva Högl aus Berlin vor allem um eines: Wie erkennt man Menschenhandel und Zwangsarbeit und was kann man dagegen tun?

Das Thema Menschenhandel ist nicht nur schrecklich, es ist auch kompliziert. Die Grenzen zwischen Freiwilligkeit und Zwang sind fließend, die Dunkelziffer der Fälle ist grotesk hoch und die betroffenen Menschen arbeiten in allen möglichen Branchen: Prostituierte, Köchinnen und Köche, Erntehelferinnen und Erntehelfer, um nur einige zu nennen.

Rundgang über die Straße der Menschenrechte – unter fachkundiger Führung

Los ging unsere Veranstaltung mit einem Rundgang über die Nürnberger Straße der Menschenrechte. Meine Kollegin Eva Högl und ich wurden höchst fachkundig geführt, und zwar von Daniel Schäfer, Schüler des Pirckheimer-Gymnasiums. Dort gibt es einen sehr engagierten Arbeitskreis Menschenrechte. Daniel beeindruckte Eva Högl und mich mit seinem detaillierten Wissen. Herzlichen Dank nochmal dafür!

Expertenrunde und Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern

Für den Abend hatten wir für eine sogenannte Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung Expertinnen eingeladen, die mit uns und mit den Bürgern über den Themenkomplex gesprochen haben. Das Thema beschäftigt die Menschen in Nürnberg, das hat man an der Besucheranzahl von ungefähr 100 Interessierten gesehen. Die vielfältigen Fragen beantworteten ausführlich die Expertinnen, Heike Krämer von der Polizei und Sabine Weimert von der Fachberatungsstelle Jadwiga.

Letztlich ging es auch immer wieder um die Frage: Was können wir alle gegen moderne Sklaverei tun? Die Antwort ist einfach, aber manchmal nicht so leicht umzusetzen: Jeder einzelne ist aufgefordert, näher hinzuschauen – aber dafür braucht er oder sie auch Informationen. Fachleute arbeiten Checklisten ab, um Zwangsarbeit zu erkennen. So etwas sollte es für Bürgerinnen und Bürger auch geben. Eva Högl und ich werden das weiterverfolgen.

Weitere Informationen und Hilfe erhalten Sie bei der Fachberatungsstelle Jadwiga.

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