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In Liliths Laden fand Gabriela Heinrichs Bürgersprechstunde stattBegeisternd, beeindruckend, berührend – so möchte ich den Austausch in Liliths Second-Hand-Laden zusammenfassen. Ich war dort im Rahmen meiner zweiten Vor-Ort-Bürgersprechstunde. 

Liliths Laden versteht sich als karitatives Fachgeschäft für exklusive Damenmode mit sozialem Arbeitsprojekt. In angenehmer, moderner Atmosphäre werden Kundinnen von kompetenten Mitarbeiterinnen beraten und schicke Klamotten an die Frau gebraucht.

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“ …

Diskussion in Liliths Laden zur Drogenpolitik… dachte ich mir – fürs Shoppen blieb diesmal keine Zeit. Einmal mehr stand der Austausch im Mittelpunkt: zwischen Anwohner/innen und mir als ihrer Abgeordneten und last but not least zwischen Projekt und Politik. Gerade bei letzterem gab es sehr viel Gesprächsbedarf:

Der gemeinnützige Verein Lilith e.V. betreut – ehemals und aktuell – Drogen konsumierende Frauen, Schwangere und Mütter, weibliche Angehörige und Kinder von Drogenkonsument/innen. Darüber hinaus ist Lilith e.V. Träger einer Beratungsstelle, eines Frauencafés, von Betreutem Wohnen, Streetwork und Arbeitsprojekten.

Im Vordergrund stand diesmal Liliths Laden

Hier kann Damenmode abgegeben werden, die dann von den Mitarbeiterinnen gewaschen, aufbereitet und toll dekoriert wird. Profis wie eine Schneidermeisterin, Ehrenamtliche und Arbeitsprojektmitarbeiterinnen arbeiten hier eng und gut zusammen. Die Kundinnen bemerken keine Unterschiede. Das stärkt das Selbstbewusstsein! Geschäftsführerin Daniela Dahm kann eine sehr gute Erfolgsbilanz vorweisen: 95 % schließen die zweijährige Maßnahme erfolgreich ab und viele wechseln in den ersten Arbeitsmarkt. Ehemalige Lilith-Mitarbeiterinnen arbeiten heute bei Bekleidungs- oder Möbelhäusern.

Kürzungen mit Folgen

Die sog. Instrumenten-Reform vom Jahr 2012 hatte jedoch gravierende Einschnitte zur Folge: Der Wegfall der sozialpädagogischen Betreuung zog vermehrt Abbrüche und spürbar weniger Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt nach sich. Jetzt können neuerliche Kürzungen nicht mehr kompensiert werden. Der dringliche Appell von Frau Dahm an mich als Politikerin war eindeutig. Getragen wird Lilith von Mitteln des Jobcenters, des Bezirks und der Stadt. Allein die städtischen Zuschüsse blieben im letzten Jahr konstant.

Wir diskutierten viele Aspekte der Drogenpolitik

Befürchtet wird hier ein Rollback in alte Zeiten. Lilith-Mitarbeiterinnen hoben die Dringlichkeit von Konsumräumen, einer verbesserten Substitution, mehr Entgiftungs- und Therapieplätzen hervor.

Es wäre nicht schlecht, wenn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, MdB, Lilith einen Besuch abstatten würde. Dazu werde ich sie gerne einladen. Eine Gelegenheit hierfür bietet meine nächste vor-Ort-Bürgersprechstunde, diesmal in Steinbühl, in der „Zentrale“ von Lilith e.V. Sie sind alle herzlich dazu eingeladen!

  • 30. Mai, 18:30 bis 20:00 Uhr
  • Bogenstraße 30, 90459 Nürnberg

 

 

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