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99788_web_R_by_O. Fischer_pixelio.deAm 31.10.2000 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 – also vor genau 15 Jahren. Die Resolution zielt darauf ab, Frauen verstärkt in Friedensprozesse einzubinden und macht auf sexuelle und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Konflikten aufmerksam. 

Auch 15 Jahre nach ihrer Verabschiedung hat die UN-Resolution 1325 nicht an Bedeutung verloren. Wie diese im Oktober 2015 erschienene Studie des UN-Sicherheitsrats dokumentiert, lassen sich einige Fortschritte der vergangenen 15 Jahre verzeichnen – allerdings sind Frauen und Mädchen in Konflikten und Kriegen immer noch besonderem Leid ausgesetzt.

Mit einer Resolution ist es nicht getan

Als stellvertretende Menschenrechtspolitische Sprecherin ist es mir besonders wichtig, die Ziele der Resolution immer wieder anzusprechen. Denn noch immer wird viel zu oft sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Systematische Vergewaltigungen, sexuelle Folter und Versklavungen sollen planmäßig soziale Strukturen zerstören. Den Betroffenen müssen neben physischen Schäden Traumata ertragen, die häufig ohne psychologische Behandlung bleiben und jahrelanges Leiden nach sich ziehen. Häufig sehen sich Mädchen oder Frauen, die diese Art von Gewalt erleiden mussten, Unverständnis oder sogar Verurteilungen gegenüber. Traumata übertragen sich so auf nachfolgende Generationen.

Die Rolle von Frauen als Protagonistinnen des Wandels

Nachdem Krisen oder Kriege beendet wurden, sind meist Frauenrechte die ersten, die in Verhandlungen von Friedensprozessen beschnitten werden. Um Frauen mehr in Wiederaufbauprozesse einzubeziehen, müssen sowohl lokale Organisationen eingebunden werden, als auch Männer sensibilisiert und gezielt mitgenommen werden. Das alles sind wichtige Punkte, die auch wir als Regierung sowohl in menschenrechts- als auch entwicklungspolitischer Hinsicht nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Der UN-Sicherheitsrat forderte mit der Resolution 1325 die UN-Mitgliedstaaten auf, sich für den besonderen Schutz von Frauen und Mädchen in Krisen und Kriegen einzusetzen. Auch Deutschland hat 2012 einen Nationalen Aktionsplan vorgelegt, um den Forderungen nachzukommen. Die Weiterverfolgung und Umsetzung des Aktionsplans ist bedeutend für Fortschritte in der Beseitigung jeder Form von Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen.

Bildnachweis: O. Fischer / www.pixelio.de

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