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In der LebkuchenfabrikSelbstverständlich musste ich als Nürnberger Bundestagsabgeordnete noch vor der Vorweihnachtszeit in einer Lebkuchenfabrik nach dem Rechten sehen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt kam auf den gleichen Gedanken. 

Die Firma Lebkuchen Schmidt hatte uns eingeladen, ihren Betrieb in der Nürnberger Zollhausstraße zu besichtigen. Darüber hinaus ging es um die Themen geschützte geografische Angaben und Reformulierung (siehe unten). Bundesminister Christian Schmidt war sozusagen der Stargast, als wir uns gemeinsam mit anderen Gästen im Hygienemantel und mit Haarnetz die Lebkuchenproduktion ansahen.

lebkuchenfabrik-mit-christian-schmidtDie Lebkuchenproduktion läuft seit Juni auf Hochtouren, es werden dort in der Zollhausstraße sage und schreibe 3 Mio Lebkuchen pro Tag hergestellt. Die Führung durch den Betrieb war sehr informativ. Trotz hoher Technologisierung beim Lebkuchenbacken (und –verzieren) ist sehr viel Handarbeit im Spiel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir sehr nette Kontakte geknüpft und interessante Gespräche geführt haben. Und dass es dort sehr, sehr gut riecht. Ich bin aufgrund des Geruchs fast in Weihnachtsstimmung geraten. Da es aber draußen eher sommerlich war, eben auch nur fast.

Die politische Seite meines Besuchs in der Lebkuchenfabrik

Über das Freihandelsabkommen CETA habe ich hier schon mehrfach geschrieben (nämlich hier und hier). Ein positiver Aspekt des Abkommens wäre, dass die Nürnberger Lebkuchen – neben den Bratwürsten und dem bayerischen Bier – auch in Kanada als geschützte geografische Angabe („g.g.A.“) vor Nachahmern geschützt wären. Aber wie eben auch schon mehrfach geschrieben: Solche positiven Folgen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es beim aktuellen CETA-Vertragstext noch deutlichen Verbesserungsbedarf gibt.

Ansonsten ging es auch um die sogenannte Reformulierung. Reformulierung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Rezepte für Lebensmittel geändert werden oder geändert werden müssen, weil sich zum Beispiel die Gesetze über Inhaltsstoffe geändert haben. Und das wird noch eine spannende politische Debatte im Bundestag werden. Denn einerseits wird kaum jemand bestreiten, dass es leichter für die Menschen werden muss, sich gesünder zu ernähren. Andererseits haben gerade die Hersteller von Süßwaren natürlich Probleme, sollte ihnen vorgeschrieben werden, wie viel Zucker, Fett oder Salz die Produkte enthalten dürfen.

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