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Gabriela Heinrich an der Wilhelm-Löhe-Schule in NürnbergIn der nächsten Zeit möchte ich immer wieder bestimmte Themen aus dem Programm der SPD herausgreifen, die mir wichtig sind. Den Anfang macht hier die Jugendpolitik. 

Alle sagen immer, die Jugend sei unsere Zukunft, wir müssen mehr für die Jugendlichen tun usw. Aber wie genau müssen wir investieren, damit Jugendliche was davon haben? Ich finde, dass die SPD wirklich gute Konzepte dazu hat (zum gesamten Parteiprogramm siehe Links ganz unten):

Die SPD fordert eine eigenständige Jugendpolitik, die Jugendlichen passende Angebote für ihre jeweilige Lebenssituation macht. Dafür müssen die verschiedenen Politikfelder schlüssig miteinander verbunden werden. Es genügt eben nicht, Jugendliche nur in der Familien- und Bildungspolitik zu berücksichtigen, sondern Jugendpolitik umfasst auch Arbeitspolitik, Innenpolitik, Verkehrspolitik etc. Jugendliche wissen oft selbst am besten, was für sie gut ist. Daher fordert die SPD, die jugendpolitische Gesamtstrategie gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und ihren Verbänden weiterzuentwickeln.

Bei meinen Schulbesuchen stelle ich immer wieder fest, dass viele Jugendliche wahnsinnig gut informiert sind und Debatten führen möchten. Daher halte ich es für sehr richtig, das Wahlalter bei Bundestagswahlen und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament auf 16 Jahre absenken.

Für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende

Die SPD möchte über mehr Bildung erreichen, dass alle die gleichen Chancen haben. Denn zur Zeit entscheidet über Chancen zu oft der Geldbeutel der Eltern. Bildung muss gebührenfrei sein, von der Kita über Schule und Ausbildung bis hin zum Erststudium oder zur Meister-/Technikerprüfung. Schulen müssen saniert und besser ausgestattet werden, insbesondere mit Computern. In der Großen Koalition hatte die SPD bereits ein Schulsanierungsprogramm (3.5 Milliarden Euro) durchgesetzt. Jetzt wollen wir außerdem ein Schulmodernisierungsprogramm, um die Klassenzimmer besser auszurüsten, einen Berufsschulpakt und eine Ausstattungsinitiative, um Hochschulen bei der Digitalisierung ihrer Campus-Systeme und Lernplattformen zu unterstützen. Gemeinsam mit den Ländern planen wir, hochwertige Ganztagsangebote an den Schulen auszubauen. Unser Ziel: ein Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung, zunächst bis zur Grundschule. Aber wir vergessen auch nicht, dass Kinder und Jugendliche Freiräume brauchen.

Wir wollen eine frühzeitige Berufs- und Studienorientierung, um den er Übergang von der Schule in die Ausbildung möglichst reibungslos zu gestalten. Und, wenn nötig, eine unterbrechungsfreie Berufseinstiegsbegleitung. Wichtig ist, dass niemand zurückgelassen wird. Wir wollen daher weiter mit Bundesmitteln investieren, wie beim  Projekt „Jugend stärken im Quartier“. Wir brauchen flächendeckend Jugendberufsagenturen, die Jugendliche beraten und begleiten. Die SPD möchte jungen Menschen eine Ausbildungsgarantie und einen Mindestlohn während der Ausbildung verschaffen und die Qualität der dualen Ausbildung weiter steigern.

Unverzichtbar für die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind aus meiner Sicht und aus Sicht der SPD die Jugendmigrationsdienste. In Nürnberg fördern wir bereits die Jugendmigrationsdienste der AWO, der Stadtmission und der Caritas mit Bundesmitteln.

In jeder Lebensphase muss es möglich sein, zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu wechseln. Wir wollen die Leistungen des BAföG flexibilisieren – insbesondere auch, um einen späteren Studienbeginn oder Teilzeitstudien zu berücksichtigen. BAföG und Schüler-BAföG möchten wir erhöhen, die Altersgrenzen deutlich anheben und die Aus- und Weiterbildungsfinanzierung unter ein gemeinsames Dach „BAföG-Plus“ stellen.

Chancen und Engagement international

Die Kinder- und Jugendarbeit werden wir nicht nur erhalten, sondern ausbauen. Dabei arbeiten wir eng mit den Jugendverbänden zusammen, deren Finanzierung wir im Haushalt weiter erhöhen müssen. Jugendfreiwilligendienste und -austausche, in Deutschland oder international, möchten wir deutlich ausbauen. Wenn sich jemand den Austausch nicht leisten kann, unterstützen wir ihn. Übrigens: Die Mittel für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst haben wir in dieser Legislaturperiode von 26 Millionen Euro (2013) auf aktuell 43 Millionen Euro erhöht!

Wir müssen aber auch mehr für die Jugendlichen in Europa tun – und die Jugendarbeitslosigkeit in Europa mindern. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine verlorene Generation entsteht. Dafür fordert die SPD ein breit angelegtes europäisches Investitionsprogramm, einen permanenten Jugendbeschäftigungsfonds und einen Ausbau der Austauschprogramme der EU (z.B. Erasmus+). Das Ganze muss in ein Mobilitätsprogramm münden, mit dem junge Menschen flexibler eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz in einem anderen Land aufnehmen können.

Abschließend möchte ich sagen, dass die SPD an Europa glaubt. Genau wie Martin Schulz. Deswegen werden wir mit Martin Schulz dafür kämpfen, dass Europa wieder zusammenfindet und sich erneuert!

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