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Gabriela Heinrich zu den gescheiterten Jamaika-Sondierungen gescheitertDie Jamaika-Sondierungen sind gescheitert. Wenn auch Dobrindt nur spielen wollte und die Grünen ihre ganz eigenen Probleme (mit ihrer Basis) haben: Jamaika scheitert an der Angst der FDP, Verantwortung zu übernehmen. 

Das Scheitern spiegelt Deutschland 2017 wider

Der Egoismus in der Gesellschaft hat in der letzten Zeit zugenommen, Kompromisse gelten als Schwäche. Jetzt hat sich dieser Egoismus auch bei den bürgerlichen Parteien breitgemacht. Diese grotesken Sondierungen einer Jamaika-Koalition haben das überdeutlich gezeigt. Denn Maximalforderungen sind genau der falsche Weg, zu einem Kompromiss zu finden.

Christian Lindner glänzt die blanke Angst aus den Augen

Ich kann mir richtig gut vorstellen, warum die FDP jetzt so tickt, wie sie tickt: Christian Lindner hat Angst. Erstens weiß er, dass er kein vernünftiges Personal hat. Kubicki ist zufrieden mit dem Posten des Bundestagsvizepräsidenten, er selbst kann als Fraktionsvorsitzender glänzen. Aber die FDP hat auch Angst davor, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb hat sie mit Kompromisslosigkeit die Verhandlungen gesprengt. Das Ganze wäre wirklich zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Im Wahlkampf hat die FDP noch getönt: „Digital first – Bedenken second“. Jetzt stehen die Bedenken an erster Stelle. Sich der Verantwortung zu stellen – Fehlanzeige!

Und was bedeutet das für die SPD?

Keine Ahnung. Ich weiß es wirklich nicht. Sollten wir bei unserer Entscheidung bleiben, in die Opposition zu gehen? Sind Neuwahlen jetzt gut oder schlecht? Denkbar wäre auch eine Minderheitenregierung – durch die SPD toleriert. Jedenfalls bin ich gespannt auf die Diskussionen, die jetzt kommen. Innerhalb der SPD und in der Gesellschaft.

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