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Szenische Lesung Menschenrechte auf AEGDa war ich mal in einer völlig anderen Rolle: Bei einer szenischen Lesung zu den Menschenrechten waren meine Zuhörerqualitäten gefragt. Ich saß zwar auf der Bühne, aber hauptsächlich als menschenrechtspolitische Schiedsrichterin. 

Manchmal überrascht es mich, mit welchen kreativen Ideen man sich mit dem Thema Menschenrechte befassen kann. Neulich war es „auf AEG“ wieder so weit. Während einer Mischung aus Theater und Talkshow saß ich als menschenrechtspolitische Schiedrichterin auf der Bühne. Im aktiven Rampenlicht standen Talkgäste und Schüler_innen.

Wie darf man sich diese Veranstaltung vorstellen?

Szenische Lesung Menschenrechte auf AEG in NürnbergDer Moderator, Jean-Francois Drozak, moderierte jeden Talkgast an. Danach führten als eine Art Einspieler die Schüler_innen ein ganz kurzes Stück zu einem Thema auf, das den Talkgast auch beschäftigt (zum Beispiel „schlechte Ernährung aufgrund von Kinderarmut“). Jetzt folgte eine kurze Talkshow zwischen Moderator und Gast (im Falle Kinderarmut war das Cornelia Scharf, Geschäftsführerin der Kinderkommission der Stadt Nürnberg). Zum Schluss jeder Szene wurde ich dann gefragt, ob der Einspieler das jeweilige Menschenrecht (hier zum Beispiel Recht auf angemessene Nahrung) kultur-unabhängig beleuchtet hat.

Hintergrund dieser Veranstaltung

Szenische Lesung Menschenrechte auf AEG in NürnbergSchüler_innen der Geschwister-Scholl-Realschule hatten zum Thema „Menschenrechte in Nürnberg“ recherchiert. Eine Aufgabe bestand darin, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund ein Thema bearbeiten sollten, ohne in den interkulturellen Kontext „zu verfallen“. Kern dieser Übung war es zu erarbeiten, wann der Migrationshintergrund Erwähnung finden sollte und wann nicht.

Und als Ziel stand im Hintergrund, mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund für Berufe im Journalismus zu ermutigen.

Was nehme ich mit nach Berlin?

Zuerst einmal nehme wieder ich ganz grundlegend mit, dass es eben nicht nur die „große Menschenrechtspolitik“ gibt. In den Städten und Gemeinden gibt es eine Vielzahl von tollen Initiativen, die das Thema Menschenrechte lebendig vermitteln. Wir müssen weiter dafür sorgen, dass das so bleiben kann. Und dann nehme ich noch ganz konkret mit, dass wir hinsichtlich Kinderarmut und Chancen für Kinder und Jugendliche noch eine Menge Arbeit vorhaben. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir noch mehr zu einer Gesellschaft der Chancen werden.

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