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SchulbesucheIm Rahmen des 9. bundesweiten EU-Projekttages besuchte ich wieder Nürnberger Schulen. Diesmal mit dabei: das Maria-Ward-Gymnasium, die Berufliche Schule 11 für Bauzeichnerinnen und Bauzeichner und die Städtische Wirtschaftsschule. Vorneweg: Ich bin begeistert! 

Das Interesse und die Aufmerksamkeit, das Wissen und die Vielfalt an Themen sowie die Diskussionsfreude und Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sind mehr als erfreulich. Letztes Jahr stand die Ukraine-Krise im Mittelpunkt der Gespräche. Heuer dagegen dominierte die Flüchtlingsproblematik die Diskussionen.

SchulbesuchEinig waren wir uns darin, dass die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer die EU als Wertegemeinschaft ernsthaft herausfordern oder gar in Frage stellen. Mir war es wichtig zu vermitteln, dass es kein einfaches Patentrezept gibt, sondern nur ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zur Lösung der Krise beitragen kann: Zum Beispiel eine Quotenregelung zur Aufnahme für Flüchtlinge in der EU, legale Wege der Einwanderung, konsequentes Vorgehen gegen Schlepperbanden und natürlich die Bekämpfung der Ursachen von Flucht.

Wir diskutierten aber auch über eine Reihe anderer Themen, zum Beispiel die Doppelte Staatsbürgerschaft, das Tarifeinheitsgesetz, die Streiks der GdL und Erzieher/innen oder die niedrige Wahlbeteiligung bei vielen Wahlen, zuletzt der Bürgerschaftswahl in Bremen. Hier einigten wir uns auf „Online-Wahlverfahren“ als ernsthafte Option für eine stärkere demokratische Beteiligung. Auch persönliche Fragen spielten eine Rolle, z.B. ob Menschenrechtspolitik nicht auch sehr belastend sein kann.

Ich habe den Austausch einmal mehr als bereichernd, inspirierend und wichtig empfunden. Gemeinsam haben wir unter Beweis gestellt, dass Politik spannend und Einmischung absolut erwünscht ist!

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