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SDGsIn der Reihe um die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, mit denen die Weltgemeinschaft unsere eine Welt bis zum Jahr 2030 zu einem besseren Ort machen will, geht es diesmal um das Ziel 13: Wie bekämpfen wir den Klimawandel und seine Auswirkungen? 

War die Hitzewelle im Sommer ein Zeichen, dass der Klimawandel fortschreitet und auch zunehmend Deutschland betrifft? Ich bin keine Klimaforscherin. Aber klar ist: Das Klima wandelt sich und der Mensch hat an den Ursachen einen Anteil. Wer das abstreitet, glaubt auch, dass man mit der Sonne reden kann. Oder glaubt, dass Minusgrade in Bayern gegen den Klimawandel sprechen (AfD-Abgeordneter aus Chemnitz am 23. März im Bundestag).

Unter dem Klimawandel leiden vor allem die Menschen in Entwicklungsländern. Arme Länder können sich vor den Folgen des Klimawandels am wenigsten schützen. Das machte auch der Klima-Risiko-Index deutlich.

Was bewirkt der Klimawandel?

Es wird wärmer. Das kann Naturkatastrophen auslösen. Zum Beispiel entstehen Taifune auf warmem Wasser der Ozeane. Überschwemmungen und Starkregen haben in den letzten Jahren zugenommen. Dürren und Gewitter sind intensiver geworden. Taifune verändern ihre Routen. Die Folgeschäden von alldem sind furchtbar – Häuser werden zerstört, das Vieh ertrinkt oder verdurstet – und die Armut nimmt zu.

Aber wie erreichen wir das Ziel?

In den Unterzielen verpflichtet sich die Weltgemeinschaft auf Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit von Staaten gegenüber Naturkatastrophen steigern. Maßnahmen gegen den Klimawandel sollen überall Teil der gesamten Politikstrategie werden. Die Entwicklungsländer sollen in jedem Jahr mit 100 Milliarden Dollar unterstützt werden, um Maßnahmen gegen den Klimawandel und für den Katastrophenschutz zu ergreifen. Wichtig ist auch das Zusammenspiel mit den anderen Zielen, zum Beispiel mit Ziel 7 („Energieziel“) und Ziel 11 („Stadtziel“).

Und was heißt das für uns?

Die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, das maßgeblich von der damaligen SPD-Umweltministerin ausgehandelt und vorangetrieben wurde, ist ein wichtiger Schritt. Fast alle Staaten der Erde haben sich damit zum Klimaschutz verpflichtet. Auch die Unterstützung der Entwicklungsländer – 100 Milliarden Dollar im Jahr ab 2020 – wurde mit dem Abkommen bekräftigt. Bereits jetzt unterstützen wir den Aufbau nachhaltiger Energieversorgung in mehr als 40 Partnerländern sowie mit länderübergreifenden Programmen. Auch die Katastrophenvorsorge, die Stadtentwicklung und die Klimafinanzierung sind bereits Thema der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Die Zukunft des Weltklimas entscheidet sich zwar nicht in Deutschland – dennoch müssen wir natürlich auch hierzulande weiter vorankommen. Bei aller Kritik müssen wir auch mal festhalten: Der Anteil erneuerbarer Energie ist in Deutschland von 6,2 Prozent im Jahr 2000 (Start des Erneuerbare-Energien-Gesetz) bis zum Ende der rot-grünen Regierungszeit auf 16,2 Prozent gestiegen. Seitdem ist es der SPD gelungen – gegen den Widerstand von CDU und CSU – diese Entwicklung weiter voranzutreiben: 2017 haben wir einen neuen Rekordwert mit 36,2 Prozent erreicht. Im Koalitionsvertrag haben wir uns  ambitionierte Ziele gesetzt: 65 Prozent Erneuerbare Energie bis 2030, Senkung des  Energieverbrauchs um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 und dafür stärkere Förderung der Energieeffizienz.

Das europäische Klimaziel 2020 lautete: Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent (im Vergleich zu 1990). Das ist leider nicht mehr erreichbar, es werden nur 32 Prozent werden. Wir haben aber vereinbart, die Lücke so schnell es geht zu schließen und am Reduktionsziel für 2030 (minus 55 Prozent) festzuhalten. Dazu haben wir den Kohleausstieg vereinbart und im Koalitionsvertrag ein Klimaschutzgesetz durchgesetzt. Das geht weit darüber hinaus, worauf sich die Jamaika-Parteien bei ihren damaligen Sondierungsgesprächen geeinigt hatten. Die Nationale Klimaschutzinitiative setzen wir fort.

Eine Übersicht der neuen Nachhaltigkeitsziele findet sich hier (in Englisch).

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