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Besuch der neuen Flüchtlingsunterkunft am Nürnberger StadtparkNeulich war ich am Nürnberger Stadtpark. Dort gibt es eine neue Flüchtlingsunterkunft, in der mir ein paar positive Dinge aufgefallen sind. Zur Nachahmung anderswo empfohlen! 

Die Stadt rechnet damit, dass bis Ende des Jahres 800 Asylbewerber in Nürnberg unterzubringen sind. Man möchte wegkommen von Massenunterkünften am Stadtrand und lieber kleinere Einheiten in den Stadtteilen bereitstellen. Ideal ist es, wenn die Unterkunft nicht nur toleriert wird, sondern die Nachbarn im Stadtteil aktiv Flüchtlingsarbeit betreiben. Um mir selbst ein Bild zu machen, habe ich neulich mit meiner Landtagskollegin Angelika Weikert und den Stadträtinnen Anja Prölß-Kammerer und Diana Liberova ein ehemaliges Hotel am Nürnberger Stadtpark besucht, in dem jetzt  60 Asylbewerber untergebracht sind.

Bürgersinn in Maxfeld – zum Wohle der Flüchtlinge

Besuch der Flüchtlingsunterkunft am Nürnberger StadtparkDort scheint mir der Nachbarschafts-Austausch sehr gut zu funktionieren: Es gibt neben einer Betreuung durch die AWO viel ehrenamtliches Engagement aus Maxfeld. Freiwillige Helferinnen  und Helfer aus der Nachbarschaft unterstützen die Menschen, zum Beispiel bei der Suche nach Kindergartenplätzen und bei der medizinischen Betreuung.

Positiv ist mir sonst noch aufgefallen, dass bei der Unterbringung besonders auf Familien Rücksicht genommen wird und diese in größeren Zimmer leben. Und die Menschen erhalten keine Essenspakte, sondern versorgen sich in den beiden Küchen selbst.

Es läuft gut, könnte aber noch besser laufen

Besuch der Flüchtlingsunterkunft am Nürnberger StadtparkInsgesamt betrachte ich diese Flüchtlingsunterkunft als ein Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, bürgerschaftlichem Engagement und der AWO. Trotzdem gilt es, Verbesserungen zu meistern: In erster Linie werden mehr Möglichkeiten zum Spracherwerb benötigt. Viele der Asylsuchenden wollen Deutsch lernen, aber es gibt immer noch zu wenige Angebote. Dabei war es erstaunlich, wie gut einige Flüchtlinge nach wenigen Wochen deutsch gesprochen haben. Ein weiteres Ziel ist es, den Menschen eine eigene Wohnung zu vermitteln. Was auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Nürnberg nicht so einfach ist.

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